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Unterhaltsvorschuss

Allgemeine Informationen

Der Unterhaltsvorschuss ist eine Hilfe für allein Erziehende. Bei Bewilligung des Unterhaltsvorschusses gehen die Unterhaltsansprüche des Kindes in Höhe des gezahlten Unterhaltsvorschusses auf den Staat über, der sich die verauslagten Geldleistungen vom unterhaltspflichtigen Elternteil zurückholt und gegebenenfalls einklagt. Die zuständige Stelle tritt zunächst in Vorlage.

Anspruchsvoraussetzungen

Die Voraussetzungen für die Gewährung der Leistung sind im Unterhaltsvorschussgesetz geregelt. Anspruch auf Unterhaltsvorschuss besteht, wenn

  • der Elternteil, bei dem das Kind lebt, ledig, geschieden oder verwitwet ist oder von seinem Ehegatten/Lebenspartner dauernd getrennt lebt und
  • der andere Elternteil, bei dem das Kind nicht lebt, keinen, nur teilweise oder unregelmäßig Unterhalt zahlt bzw. das Kind nach dem Tod des unterhaltspflichtigen Elternteils keine ausreichenden Waisenbezüge erhält.

Kinder ab Vollendung des 12. Lebensjahres  bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres haben  ab dem 01.07.2017 Anspruch, wenn

  • das Kind keine Leistungen nach dem SGB II (Hartz IV) bezieht oder durch die Unterhaltsleistung die Hilfebedürftigkeit des Kindes vermieden werden kann
  • oder der betreuende Elternteil mit Ausnahme des Kindergeldes über Einkommen von mindestens 600,00 € brutto verfügt.

Höhe des Unterhaltsvorschusses

Wenn der alleinerziehende Elternteil Anspruch auf volles Kindergeld hat, beträgt der Unterhaltsvorschuss seit dem 01.08.2018 monatlich:

  • für Kinder unter sechs Jahren 154,00 €
  • für Kinder von 6 bis 11 Jahren 205,00 €
  • für Kinder von 12 bis 17 Jahren 273,00 €.

Unterhaltsvorschuss wird nur auf Antrag gezahlt.

An wen muss ich mich wenden?

Unterhaltsvorschusskassen im Landkreis Stade sind bei der Hansestadt Buxtehude für das eigene Stadtgebiet und ansonsten beim Landkreis Stade zu finden. 

Übersicht der Unterhaltsvorschuss-Stellen in Niedersachsen

Welche Unterlagen werden benötigt?
  • Personalausweis oder Reisepass bzw. Aufenthaltstitel der antragstellenden Person
  • Geburtsurkunde des Kindes
  • ggf. Nachweis über die Vaterschaftsfeststellung (sofern das Kind nicht ehelich geboren ist)
  • ggf. Scheidungsurteil
  • ggf. Beschluss oder Urkunde über die Höhe der Unterhaltsverpflichtung (Unterhaltstitel)
  • ggf. Nachweis über bisherige Bemühungen um Unterhaltszahlungen (z. B. Schriftwechsel der Rechtsanwälte)
  • sofern derzeit laufend Unterhaltsvorschussleistungen von anderer Stelle bezogen werden, Nachweis hierüber (z. B. Bewilligungsbescheid)
  • ggf. Freizügigkeitsberechtigung der antragstellenden Person
  • sofern vom anderen Elternteil Unterhalt gezahlt wird, Nachweise hierüber (z. B. Kontoauszug)
  • wenn der andere Elternteil verstorben ist
    • Sterbeurkunde
    • Nachweis über den Bezug einer Halbwaisenrente
  • bei Kindern ab 12 Jahren:
    • Ergänzungsblatt (siehe Formulare)
    • aktueller Einkommensnachweis (Bescheid des Jobcenters, Verdienstbescheinigung o. ä.)
  • bei Kindern ab 15 Jahren zusätzlich:
    • ggf. Schulbescheinigung
    • sofern das Kind über Einkommen verfügt, Nachweis hierüber

Alle Unterlagen können in Kopie eingereicht werden.

Welche Gebühren fallen an?

Es fallen keine Gebühren an.

Welche Fristen muss ich beachten?

Die Leistungen werden maximal für einen Monat rückwirkend gewährt.

Anträge / Formulare

Unterhaltsvorschuss muss schriftlich vom allein erziehenden Elternteil beantragt werden.
Sie können den Antrag auf Unterhaltsvorschuss auf Ihren Computer herunterladen und an Ihrem PC ausfüllen. Den unterschriebenen Antrag können Sie dann an die zuständige Stelle schicken. Für Kinder ab 12 Jahre ist zusätzlich das Ergänzungsblatt auszufüllen und zusammen mit dem unterschriebenen Merkblatt dem Antrag beizufügen.

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